two businesswomen talking  in production hall

Wirkung des DEG-Fondsengagements

Investitionen in Private-Equity-Fonds (PE-Fonds) bilden einen wesentlichen Bestandteil des DEG-Portfolios. Auf diesem Weg werden bestehende Finanzierungslücken in Entwicklungsländern geschlossen und private Unternehmen erhalten erforderliches Kapital, um sich weiterentwickeln zu können. Davon profitieren besonders kleine und mittlere Unternehmen in sich entwickelnden Ländern. Die DEG hat derzeit etwa 1,8 Mrd. EUR in rund 180 PE-Fonds investiert, die insgesamt 18,5 Mrd. EUR Kapital für die von ihnen mitfinanzierten Unternehmen (Investees) in Entwicklungs- und Schwellenländern bereitstellen. Die von der DEG mitfinanzierten PE-Fonds investieren insgesamt in über 1.100 Investees, jeder vollinvestierte Fonds hat dabei typischerweise zwischen acht und zwölf solcher Unternehmen.

Als Ankerinvestor stärkt die DEG die Kapitalbasis der von ihr finanzierten PE-Fonds und trägt so auch dazu bei, weitere Investoren zu mobilisieren. Daneben bringt sie Markt- und Strukturierungsexpertise, umfassendes Länder- und Regionen-Know-how sowie ihr großes Netzwerk mit ein. Zusätzlichen Mehrwert bieten die DEG-Beratungsleistungen, vor allem im Umwelt- und Sozialbereich.

Die DEG unterstützt Fonds und deren Investees mit einem umfangreichen Business-Support-Services Angebot, u. a. in den Bereichen Umwelt- und Sozialmanagement, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Professionalisierung des Managements. Das DEG-Fondsengagement führt zu hohen Entwicklungswir-kungen, wie die folgende Auswertung des Portfolios 2023 zeigt:

Icon Beschäftigung

Gute, faire Beschäftigung

Über 2,1 Mio. gesicherte Arbeitsplätze –
63 % aller gesicherten Arbeitsplätze der DEG-Kunden

635.000 neue Jobs seit Beginn der Fondsinvestitionen – 30 % Beschäftigungswachstum

Icon Einkommen

Lokales Einkommen steigern

Über 108 Mrd. EUR an lokalem Einkommen

Icon Märkte und Sektoren

Entwicklung von Märkten und Sektoren

188 Investees in IDA-Ländern

Icon Umwelt

Umweltverträgliches Wirtschaften

10 TWh erneuerbare Energie –
rund ein Drittel der Produktion von erneuerbarem Strom aller DEG-Kunden

Icon Lokale Gemeinden

Nutzen für lokale Gemeinden

90 Mio. EUR für lokale Gemeinden – viele Fonds erfassen zum ersten Mal das lokale Engagement ihrer Investees

Über ein Business Impact Profile erhalten Fonds-Kunden qualifiziertes Feedback zu den Wirkungen ihrer Investitionen – als Basis für eine kontinuierliche Weiterentwicklung ihres Engagements.

Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen in der Solarwirtschaft

Name: SIMA Commercial & Industrial Solar Green Bond B.V.

Investitionsvolumen (in EUR) zum 31.12.2023: 18,1 Mio.

Region: Afrika

In Afrika ist der Zugang zum Stromnetz sehr oft nicht vorhanden oder nicht zuverlässig. Deshalb sind dezentrale und kostengünstige Energielösungen wie Photovoltaiksysteme zunehmend gefragt. Allerdings ist es für die kleinen und mittleren Unternehmen des Solarsektors für Gewerbe und Industrie schwierig, Zugang zu Finanzmitteln zu erhalten.

Der SIMA Debt Fund schließt diese Lücke. Er investiert in die Infrastruktur für erneuerbare Energien auf dem gesamten afrikanischen Kontinent und wendet sich an kleine und mittelgroße Entwickler von Solarprojekten mit einer Leistung von bis zu 5 MW. Darüber hinaus soll mindestens ein Drittel des Finanzierungsvolumens in die am wenigsten entwickelten (IDA-berechtigten) Länder fließen. Dies wird die unabhängige (grüne) Energieerzeugung zu angemessenen Kosten fördern und die Energieversorgungssicherheit in einer Region erhöhen, die für Schwankungen und hohe Kosten in der Energieversorgung anfällig ist.

Private-Equity-Gesellschaft fördert Klimastrategie und Treibhausgas-Screening

Name: Mediterrania Capital III, L.P.

Investitionsvolumen (in EUR) zum 31.12.2023: 19,2 Mio.

Region: Afrika

Mediterrania Capital Partners (MCP) ist eine Private-Equity-Gesellschaft, die Wachstumskapital für mittelständische Unternehmen in Nordafrika und im französischsprachigen Subsahara-Afrika bereitstellt. Investitionen in kleine und mittlere Unternehmen sind besonders wichtig für die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Förderung von Einkommen und Wachstum.

MCP hat seit seiner Gründung im Jahr 2013 mehrere Fonds aufgelegt und ist ein langjähriger Partner der DEG. MCP unterstützt seine Portfoliounternehmen kontinuierlich bei der strategischen Ausrichtung, der wirtschaftlichen Entwicklung, der Unternehmensführung sowie dem Umwelt- und Sozialmanagement. Mit Business Support Services der DEG Impulse wurde es MCP ermöglicht, eine Klimastrategie zu entwickeln und ein Treibhausgas-Screening für ausgewählte Portfoliounternehmen durchzuführen. So kann MCP die Unternehmen, in die es investiert, bei der Anpassung an den Klimawandel und der Abschwächung der Auswirkungen ihrer Investitionen auf den Klimawandel begleiten. Darüber hinaus kann MCP so die Portfoliounternehmen identifizieren, die das größte Potenzial für entsprechende Maßnahmen haben und/oder am anfälligsten für den Klimawandel sind.

Studie: Entwicklungseffekte von Debt Funds

Debt Funds sind ein wichtiges Instrument für DFIs, um nachhaltige Entwicklungswirkungen zu erzielen, indem sie dazu beitragen, das Investitionsrisiko in schwer zugänglichen Regionen und Sektoren zu verringern, das Risiko in Mischfinanzierungen (Blended Finance) zu senken und Investitionen mit kleinerem Projektvolumen zu ermöglichen.

Die DEG hat gemeinsam mit der OeEB eine Studie in Zusammenarbeit mit Steward Redqueen in Auftrag gegeben, um Ansätze von Debt-Fund-Managern im Wirkungsmanagement zu verstehen und Möglichkeiten für eine effektivere und effizientere Wirkungsanalyse von Fremdkapitalfonds zu identifizieren.

2023 machen Debt Funds lediglich 1 % des DEG-Portfolios aus. Es wird jedoch angestrebt, diesen Anteil in Zukunft deutlich zu erhöhen. Auf der Grundlage einer Analyse der bisherigen Messung von Entwicklungseffekten durch Fondsmanager und eines Vergleichs zum DEG-Scoring mittels DERa 1.0 macht die Studie eine Reihe von Vorschlägen zur Verbesserung der Wirkungsmessung bei Investitionen in Kreditfonds. Dabei geht es vor allem um

  • die Reduzierung der Anzahl der abgefragten Indikatoren, um die Datenqualität für einen Grundstock von Indikatoren zu erhöhen,
  • eine Aggregierung von Daten auf der Ebene des Fonds durch den Fondsmanager statt auf der Ebene des einzelnen Investees,
  • die Festlegung von Kernindikatoren und dazu ergänzenden Indikatoren je nach thematischem Schwerpunkt.

Informationen zum Studiendesign und zum vorgeschlagenen Indikatorensatz bietet die

Zusammenfassung der Debt-Fund-Studie